Es ist ja schon manchmal beängstigend, wie viel Erwerbs­arbeit sich in ein einzelnes Jahr pressen lässt … Bis auf diese eine Post­karte neulich und die Siebdruck-Shirts habe ich 2020 noch nichts H4ndw3rk­liches gemacht, weil die am Rechner zu erledigende Auftrags­lage so opulent ist. Damit sich aber diese WordPress-Installation nicht demnächst aus lauter Lange­weile selbst löscht (bei Digital­technik kann man nie wissen), hier mal ein Blick über den Keller­rand in meine beruf­liche Sphäre, wegen der thematischen Schnittmenge:

Das Buch "Blaue Wunder" auf meinem Setztisch
Das Buch Blaue Wunder von Marlis Maehrle ist vor ein paar Wochen erschienen, hier die Infor­mationen des Verlages, und ich hatte das Vergnügen, an der Entstehung wesent­lich beteiligt zu sein: durch Satz und Produk­tion der Druck­vorlage sowie die Bild­bearbeitung – letztere ziemlich umfang­reich, nicht weil es so viel zu mani­pulieren gab, sondern um im Gegen­teil die Anmutung der abge­bildeten Arbeiten möglichst dicht ans Original zu bringen.
Und auch wenn ich in diesem Fall natür­lich befangen bin, erlaube ich mir doch, das Ergebnis sehr gelungen zu finden, sicher­lich eine Berei­cherung der Literatur zum Thema. Für eher technisch Inter­essierte vermutlich weniger geeignet, weil die neueren, empfind­licheren, aber auch chemie­lastigeren Rezep­turen der Cyano­typie keine Rolle spielen; umso mehr aber für all jene, die Freude am Experi­mentieren ohne große Material­schlachten und an der Schönheit des Einfachen haben.

Postscriptum, apropos Material­schlacht: Ich hatte das huschhusch mit der MFT-Normal­brennweite geknipste erste Foto des Buches schon im Artikel drin, als mir einfiel, dass ich das auch diesem Blog etwas ange­messener machen könnte. Und dann habe ich noch mal mit derselben Kamera, aber an den Balgen der Groß­formatigen adaptiert und mit deren Normal­objektiv vorn dran fotografiert: drei Quer­formate über­einander, perspek­tivisch zumindest ansatz­weise korrigiert und für jede Einzel­aufnahme auf denselben Punkt nach­fokussiert. Dann habe ich die Belich­tungen in Lightroom ange­glichen und in Affinity zu einem Panorama montiert. Hat insgesamt auch nur zehn Minuten gedauert (im Vergleich zu ca. anderthalb fürs erste Bild), aber viel mehr Spaß gemacht …

Blaue Wunder

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