Die Idee, Bücher zu machen, habe ich schon lange: zehn Jahre, eher mehr. Natürlich habe ich in dieser Zeit auch schon Bücher gestaltet – für mich selbst, später auch für Kunden –, aber produziert habe ich nicht selbst, sondern das blieb stets Print-on-Demand-Dienstleistern überlassen. Blurb, Epubli, Frick, BoD, Saal – ausprobiert habe ich viele und vieles, und allmählich habe ich zumindest eine Ahnung davon, zu wem ich jeweils gehen muss, um abhängig von Qualitätsanspruch und Budget ein bestimmtes Resultat zu erzielen.

Aber in den Grenzbereichen ist die Erkenntnis immer dieselbe: Wenn ich keine Kompromisse eingehen möchte – wenn alles genau so aussehen soll, wie ich es mir vorstelle –, dann muss ich meine Bücher selbst machen.

Das war jahrelang außer Reichweite, aber mit der Entscheidung für die berufliche Selbstständigkeit haben sich ein paar Rahmenbedingungen geändert und Prioritäten verschoben. In einem Ein-Mann-Unternehmen ist es anders als in einem Großverlag nämlich unabdingbar, dass sich alle Mitarbeiter möglichst umfassend mit der Herstellungskette des eigenen Produkts auskennen 🙂 Dazu gehört in meinem Fall das Wissen um alle für mich relevanten Druck- und Verarbeitungstechniken; und indem ich mir dieses Wissen Schritt für Schritt aneigne, eröffnen sich immer mehr Perspektiven, neue Ideen und auch die Möglichkeiten, sie zu realisieren.

Worauf das Ganze letztlich hinauslaufen wird, ist dabei noch unklar. Wenig deutet darauf hin, dass handwerkliche Buchproduktion eine lukrative Geschäftsidee sein könnte; zunächst einmal geht es mir nur darum, mein allzu digitallastiges Portfolio in eine sympathischere Richtung zu erweitern. Alles Weitere ergibt sich …

Bücher machen.

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