Dank der Umstellung von Öl- auf Gasheizung sind in unserem Keller in diesem Herbst zehn Quadratmeter frei geworden, in die nach einigen Renovierungsmaßnahmen gerade meine Handpressendruckerei umzieht. Nun sind zehn Quadratmeter besser als nichts, aber wenn man eine Setzgasse, einen Planschneider und zwei Pressen abzustellen hat, ist es auch nicht üppig viel.

Einen Hordentrockner beispielsweise, so gern ich einen hätte, würde ich momentan definitiv nicht unterbringen. Aber weil die frisch gedruckte Auflage ja irgendwo trocknen muss, habe ich in einer dankenswerterweise vorhandenen Wandnische kurzerhand was gebaut:

Das Rohmaterial kommt aus dem Baumarkt und hat nur einen Bruchteil selbst eines gebrauchten Hordentrockners gekostet:

Die Auszüge sind dünne (gleich im Laden auf Maß gesägte) Spanplatten, sie laufen auf Systemregal-Wandschienen, die wiederum auf an die Wand gedübelten OSB-Platten festgeschraubt sind. Bei der ersten Produktion, die dort unten lief, hat diese Konstruktion ihren Zweck prima erfüllt; sollte ich irgendwann das Gefühl haben, dass bessere Belüftung Not tut, dann rücke ich den Auszügen noch mit dem Topflochbohrer auf den Leib.

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Eher in die Kategorie IKEA-Hack fällt mein Trockengitter über der Heizung (für Sachen, die schnell trocknen sollen, ohne direkt auf dem Heizkörper zu liegen):

Das benötigt außer dem Rost nur zwei Bohrhaken und ein passend abgelängtes Stück Schnur. Und wenn es nicht benutzt wird, klappt man es flach an die Wand weg:

Platznot macht auch erfinderisch

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